Energie und Klimaschutz

 

Bereits auf der Ebene der Bauleitplanung werden wichtige Rahmenbedingungen für energiesparendes Bauen gesetzt. Dies gilt für den zukünftigen Energiebedarf der Gebäude, für die Möglichkeiten der Gewinnung und Nutzung regenerativer Energien sowie für die zukünfige Energieversorgung. Versäumnisse auf dieser Planungsebene können später nur noch schwer oder gar nicht mehr korrigiert werden mit der Folge, dass Energiespar- und Energiegewinnungspotentiale nicht ausreichend genutzt werden können.

Damit stellt die energetische Optimierung von neuen Baugebieten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz dar. Wir halten dies für einen zentralen Aspekt, der bei jedem Planentwurf grundsätzlich berücksichtigt werden sollte.

Der Energiebedarf eines Gebäudes wird wesentlich durch die passive Solarenergiegewinnung und den Wärmeverlust bestimmt. Auf beides haben bereits die Festsetzungen eines Bebauungsplanes maßgeblichen Einfluß.

Die passive und aktive Energiegewinnung wird wesentlich durch die Exposition des Geländes, die zulässige Höhenentwicklung, die Stellung der Gebäude, die Lage der Gebäude zueinander, die Dachform der Gebäude, die Erschließungsführung und von Festsetzungen für Anpflanzungen beeinflußt.

Der Wärmeverlust eines Gebäudes hängt eng mit der Gebäudegeometrie zusammen. Festsetzungen zur Bauweise, der Geschosszahl, der First- und Traufhöhe, der Dachform und zur äußeren Gestaltung setzen hierfür einen Rahmen.

Bei der Entwurfsplanung werden diese Kriterien in unserem Büro grundsätzlich berücksichtigt. Eine Optimierung ist aber in der Regel nur durch eine Modellierung mit einem speziellen Computerprogramm möglich. Dies gilt um so mehr, je größer das Plangebiet ist. Idealerweise wird die Entwurfsphase bereits zu Beginn mit einer entsprechenden Modellierung begleitet, um in einem iterativen Prozess die beste Lösung zu erreichen

Auch bei der Gebietsversorgung kann durch den Einsatz von Nahwärmenetzen in Koppelung mit regenerativen Energiequellen ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Gleichzeitig kann die Unabhängigkeit von den großen Energieversorgungsunternehmen zu einer wesentlichen Attraktivitätssteigerung eines Baugebiets führen.

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I Stand: Januar 2018 I